Allgemeine Fragen

Wird das Intranet auch inklusiv?

Nein, zunächst werden nur die Internetauftritte inklusiv neugestaltet.

Bis auf Weiteres gelten alle hier beschriebenen Standards ausschließlich für LWL-Internetauftritte.

Ich habe Probleme mit der Darstellung inklusiver Internetseiten. Liegt das am Browser?

Das inklusive Internet ist für aktuelle Browser optimiert.

Im Internet-Explorer kann es zu Unregelmäßigkeiten bei der Darstellung kommen. Dies betrifft zum Beispiel die Platzierung von Schaltflächen oder die Anzeige von Videos. LWL-Beschäftigten wird daher die Verwendung des Firefox-Browsers empfohlen. Auch mit Chrome oder Safari können die Internetauftritte problemlos verwendet werden.

Fragen zum Aufbau inklusiver Internetauftritte

Wie kann ich einen inklusiven Internetauftritt einrichten lassen?

Das geht per OLAV-Antrag.

Für die Einrichtung eines neuen inklusiven Internetauftritts nutzen Sie bitte das Online Auftragsverfahren (OLAV) der LWL.IT Service Abteilung. (Formular: "Einrichten eines Inklusiven Internetauftritts") Intranet-Link zum Online-Auftragsverfahren: https://intranet.itz.lwl.org/olav2/

Ich möchte die inklusiven Module gern ausprobieren – Ist das möglich?

Ja, dazu gibt es einen "Spielplatz".

Auch wenn Sie sich noch keinen inklusiven Internetauftritt einrichten lassen möchten, können Sie die Module ausprobieren. In einem nicht-öffentlichen Bereich – dem Spielplatz – können Sie probeweise Internetseiten mit den inklusiven Modulen erstellen. Bei Interesse schicken Sie bitte eine Mail an inklusives-internet@lwl.org und lassen Sie sich die Zugangsdaten zum "Spielplatz" zusenden.

Ist das django-CMS und der inklusive Modulbaukasten dasselbe?

Nein, der inklusive Modulbaukasten ist aber im LWL-django-CMS umgesetzt worden.

Anstelle der alten "Plug-Ins" gibt es nun sogenannte "Module mit eingebauter Inklusion". Diese berücksichtigen viele Aspekte, um die Internetauftritte für alle Menschen besser zugänglich zu machen. Die Module sehen beispielsweise Schaltflächen für die Einbindung von Leichte Sprache-Texten und Gebärdensprach-Videos vor und bieten eine Vorlesefunktion. Zudem können alle Module auch mit vergrößertem Text oder in einer blendarmen Kontrastversion dargestellt werden. Da jedes Modul auf Barrierefreiheit getestet wurde, müssen sich LWL-Redakteurinnen und Redakteure um diesen Aspekt keine Gedanken mehr machen. Darüberhinaus wurde die Bedienung vereinfacht.

Werden inklusive Auftritte genauso bearbeitet wie es in der django-CMS-Schulung gezeigt wurde?

Das Grundprinzip bleibt gleich.

Sie müssen keine neue Schulung besuchen. Die neuen Module und sind einfach zu bedienen – auch für Redakteurinnen und Redakteure, die nur selten mit dem CMS arbeiten.

Kann ich meinen neuen Auftritt parallel zum meinem alten Auftritt aufbauen?

Ja, Ihr alter Internetauftritt bleibt erhalten, bis ihr inklusiver Auftritt veröffentlicht wird.

Wärend Sie Ihren neuen Internetauftritt mit den inklusiven Modulen aufbauen, bleibt ihr alter Auftritt online. Erst wenn Sie die Veröffentlichung bei der LWL.IT veranlassen, wird ihr vorheriger Auftritt abgeschaltet.

Kann der Inklusive Internetauftritt automatisch aus dem alten Auftritt übernommen werden?

Nein, eine 1-zu-1-Umwandlung ist nicht vorgesehen.

Der LWL hat sich zum Ziel gesetzt seine Internetauftritte für alle Menschen gut zugänglich zu machen. Um die Internetauftritte auf das Wesentliche zu reduzieren sollen in diesem Zusammenhang alle Seiten und Inhalte hinterfragt und aus Nutzersicht neu gestaltet werden. Selbstverständlich können geeignetet Bilder, Texte und Videos auch wiederverwertet werden.

Was ist ein Designschema?

Designschemata bestimmen das Aussehen der Internetauftritte.

Jeder inklusive LWL-Internetauftritt hat ein Designschema. In diesem sind Gestaltungsaspekte wie z.B. Farben, Formen, Positionierungen für alle Module definiert. Es handelt sich um Aspekte, die mit CSS adressiert werden können. Dadurch kann das Aussehen eines Internetauftrittes mit relativ geringem Aufwand verändert werden. Designschemata können für bestimmte Einrichtungstypen angefertigt werden oder sie werden speziell für einen einzelnen Auftritt erstellt. Designschemata können auch nach dem Aufbau eines Internetauftrittes jederzeit geändert werden. Der Aufbau eines inklusiven Internetauftrittes erfolgt daher in der Regel zunächst im blau-weißen LWL-Basis-Design.

Was ist das LWL-Basis-Designschema?

Das LWL-Basis-Desigschema ist blau-weiß.

Es ist optisch zurückhaltend, universell einsetzbar und steht grundsätzlich allen Abteilungen und Einrichtungen zur Verfügung. Wer das Basis-Designschema nutzt, spart Zeit und Kosten für die Entwicklung eines eigenen Designschemas.

Fragen zum Konzept Inklusiver Internetauftritte

Wozu gibt es die kleinen Hilfe-Buttons über den Texten?

Die Hilfe-Buttons ermöglichen es allen Leuten dieselben Seite zu nutzen.

Die Hilfen (Funktionen zum Umschalten in Leichte Sprache oder Gebärdensprache sowie zum Vorlesen der Texte) werden direkt bei den Inhalten angeboten und können bei Bedarf zu- oder auch wieder abgeschaltet werden. Menschen mit Lernschwierigkeiten oder gehörlose Menschen werden so nicht auf Sonderseiten verwiesen.

Welche Inhalte sollten auf der Startseite angeboten werden?

Die wichtigsten Inhalte sollten auf der Startseite angezeigt oder dort verlinkt werden.

Die Startseite dient im Inklusiven LWL-Internet, als „Schaufenster“ zu den Inhalten: Hier werden die wichtigsten Themen präsentiert. Kurze Infos wie Öffnungszeiten oder Eintrittspreise können direkt auf der Startseite angeboten werden. Wichtige längere Inhalte sollten hier kurz angerissen und verlinkt werden. Auf der Startseite inklusiver Internetauftritte sollen möglichst viele Nutzerinnen und Nutzer bereits das finden, was sie suchen – ohne sich durch Menüs oder mehrere Seiten klicken zu müssen. Weniger nachgefragte Inhalte, die nur für eine begrenzte Gruppe von Fachleuten interessant sind, werden zugunstender der prominenten Startseiten-Themen auf eine untere Ebene verlagert. Das Prinzip lautet: „Von verständlich und für viele wichtig hin zu anspruchsvoll und speziell“.

Warum sind viele Inklusive Internetseiten so lang?

Scrollen statt Klicken macht die Bedienung intuitiver.

In den Test durch Menschen mit und ohne Behinderung zeigte sich, dass viele Nutzerinnen und Nutzer sich intuitiv durch die Seiten scrollen. Dies gilt besonders bei der Verwendung von mobilen Endgeräten. Demgegenüber erfordert eine Vielzahl kurzer Seiten häufigeres Klicken auf Unterseiten inklusive damit verbundenener Ladezeiten. Innerhalb eines gewissen Rahmens können längere Seiten die Nutzung eines Internetauftrittes angenehmer gestalten.

Wieso müssen Texte in Gebärdensprache übersetzt werden? - Gehörlose Menschen können doch lesen.

Gehörlose Menschen können oft nicht sinnerfassend lesen.

Menschen, die von Geburt an gehörlos sind lernen zuerst Gebärdensprache - also z.B. die Deutsche Gebärdensprache (DGS). Die DGS wird damit zu ihrer Muttersprache und die deutsche Laut- und Schriftsprache kommt eher einer Fremdsprache gleich. Auch wenn viele gehörlose Menschen diese lesen können, fällt es ihnen schwer, die Inhalte und ihren Sinn richtig zu erfassen.

Dürfen jetzt nur noch Gebärdensprachvideos mit Avatar produziert werden?

Die Verwendung des Gebärdensprach-Avatars wird empfohlen.

Die Verwendung des Gebärdensprach-Avatars ist nicht vorgeschrieben, wird aber empfohlen. Jede LWL-Einrichtung kann über einen Rahmenvertrag Übersetzungen in Deutsche Gebärdensprache (DGS) mit dem Avatar beauftragen. In enger Zusammenarbeit mir gehörlosen Menschen aus Westfalen-Lippe wurden Gebärden, Mimik und Mundbild des Avatars angepasst. So erstellte DGS-Videos sind daher besonders gut verständlich. Durch den Aufbau einer Datenbank und die Wiederverwertung von Versatzstücken können mittelfristig zudem Kosten gespart werden. Das wiederum schafft die Möglichkeit, künftig mehr Inhalte in Gebärdensprache anbieten zu können. Außerdem können Änderungen schnell und unkompliziert vorgenommen werden – ohne das ganze Video neu produzieren zu müssen. So wird es insgesamt einfacher, Videos in Gebärdensprache anzubieten.

Fragen zu den Inhalten auf Inklusiven Internetauftritten

Woher bekomme ich barrierefreie PDF-Dateien?

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

Im LWL-Fortbildungsprogramm gibt es regelmäßig Seminare, in denen die nötigen Grundkenntnisse zur Gestaltung barrierefreier PDF-Dokumente und -Formulare mit Word 2007 und Adobe Acrobat erlernt werden können. Link zur Fortbildungsportal: https://fortbildunghv.lwl.org/fortbildung21/ Auch externe Dienstleister bieten die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente bzw. die Umwandlung in solche an. Bei der Beauftragung sollte die Lieferung eines PDF/UA-konformen Dokuments vereinbart werden. In einigen Fällen kann es sich anbieten, ganz auf eine PDF-Datei zu verzichen und deren Inhalte direkt auf der Internetseite zu veröffentlichen. Im Inklusiven Internet sind die Inhalte damit automatisch barrierefrei zugänglich.

Müssen alle Inhalte in Leichte Sprache und Gebärdensprache übersetzt werden?

Nein, es müssen nicht alle Inhalte übersetzt werden.

Mindeststandard für jeden inklusiven LWL-Internetauftritt ist eine Übersetzung des Einleitungstextes in Leichte Sprache und Gebärdensprache. Darüberhinaus sollten möglichst viele weitere Inhalte in diesen Sprachen angeboten werden. Vorrangig sollten dabei Inhalte übersetzt werden, die für alle Menschen besonders wichtig sind und solche, die sich speziell an Gehörlose und/oder Menschen mit Lernschwierigkeiten richten. Texte in Leichter Sprache und Gebärdensprachevideos können nach und nach ergänzt werden.

Woher bekomme ich das Erklärvideo, das unter "Hilfen" und im "Inhaltsverzeichnis" angezeigt wird?

Das Video müssen Sie nicht selbst einbauen.

Das Erklärvideo ist Teil jedes Inklusiven Internetauftritts. Wenn Sie sich per OLAV-Antrag einen Inklusiven Internetauftritt einrichten lassen, wird das Video daher immer automatisch mit eingebunden.

Sie haben weitere Fragen zum Inklusiven LWL-Internet?

Das Team der LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit berät Sie gern.

inklusives-internet@lwl.org

Tel: 0251-591-5151

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